Digitale Materialität: Die Revolution der virtuellen Materialien in Architektur und Design

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Digitale Materialität: Die Revolution der virtuellen Materialien in Architektur und Design
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Digitale Materialität: Die Revolution der virtuellen Materialien in Architektur und Design

Hast du dir schon einmal vorgestellt, mit nur einem Klick eine Marmoroberfläche gegen poliertes Holz in einer realistischen Architekturvisualisierung auszutauschen? Die digitale Materialität verändert grundlegend, wie Designer, Architekten, Immobilienmakler und Eigentümer die Atmosphäre eines Raumes gestalten, kommunizieren und vermarkten. Dieser Beitrag zeigt, wie virtuelle Materialien längst mehr sind als reine Rendering-Ressourcen: Sie sind der neue Antrieb für Kreativität, Effizienz und Geschäftsentwicklung in der Branche.

Vom Physischen zum Digitalen: Wie virtuelle Materialien zur Hauptrolle kamen

Lange Zeit waren physische Kataloge und Muster der Standard, um über die Materialauswahl in einem Raum zu entscheiden. Doch in den vergangenen zehn Jahren haben der Aufstieg von 3D-Visualisierungstools und Künstlicher Intelligenz diese Praxis radikal verändert. Heutzutage können Designer und Architekten Texturen, Oberflächen und Kombinationen digital erforschen – ohne logistische Grenzen, ohne auf reale Lagerbestände oder den Transport von Proben angewiesen zu sein.

Der Begriff „digitale Materialität“ umfasst das Arbeiten mit Materialien, die vorwiegend virtuell existieren: Dateien, 3D-Kataloge, Textur-Mappings und visuelle Bibliotheken, die durch Plattformen wie Material Shift zugänglich sind. Heute verlangen immer mehr Kunden, Alternativen in „Echtzeit“ zu betrachten – mithilfe hyperrealistischer, digital interaktiver Darstellungen, die Vertrauen bei der Entscheidung schaffen.

Warum ist digitale Materialität im Design- und Verkaufsprozess entscheidend?

  • Erlaubt detaillierte und schnelle Anpassungen von Angeboten, verbessert die Kundenerfahrung und verkürzt Entscheidungsprozesse.
  • Steigert die visuelle Treue: Kunden „sehen“ das Ergebnis vor der Investition und können in Sekunden verschiedene Materialoptionen vergleichen – noch vor wenigen Jahren undenkbar.
  • Ressourcenoptimierung: Wegfall von Musterlieferungen, Materialverschnitt und Wartezeiten bei Entscheidungen.
  • Ermöglicht Feedback und Co-Kreation: Änderungen werden in Echtzeit sichtbar, was einen produktiveren Austausch zwischen Kunden, Investoren und Kreativen erlaubt.

Aus eigener Erfahrung erinnere ich mich an eine Lobby-Renovierung, bei der drei Investoren unterschiedliche Bodenbelag-Wünsche hatten. Noch vor fünf Jahren hätten lange Abstimmungsprozesse stattgefunden. Heute reichte ein Anruf: Ich wechselte innerhalb von Sekunden von poliertem Beton über Terrazzo zu Naturstein. Diese Flexibilität führte sofort zum Verkaufsabschluss – noch am selben Tag.

Aktuelle Zahlen: Wirkung und Wahrnehmung digitaler Materialien

Weltweit prognostiziert der Marktbericht von Markets and Markets ein jährliches Wachstum von 24,21 % im Bereich architektonischer 3D-Renderings – mit einem Volumen von fast 8,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2028 [Quelle]. Die wichtigsten Gründe laut der befragten Firmen sind: verbesserte Entscheidungsqualität und beschleunigte Projektfreigaben. Eine Studie von Autodesk zeigt, dass über 63 % der Kunden es schätzen, vor Kauf oder Umsetzung mit virtuellen Materialien experimentieren zu können.

Arten digitaler Materialien und Anwendungsbeispiele in verschiedenen Branchen

  1. Parametrische Materialien: Ermöglichen schnelle Anpassungen von Eigenschaften wie Farbe, Glanz, Textur und Maßstab. Besonders nützlich für schnelle Tests und Konzepte in Architekturbüros.
  2. PBR-Scans (Physically Based Rendering): Werden für fotorealistische Darstellungen verwendet und simulieren das reale Zusammenspiel von Licht und Material. Besonders gefragt bei hochwertigen Immobilienvisualisierungen.
  3. KI-generierte Materialien: Hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt, denn Muster und Texturen lassen sich auf Basis von Referenzen, Skizzen oder textlichen Beschreibungen erstellen. Ideal für individuelle Vorschläge.

Praktische Strategien zur Anwendung digitaler Materialität in kreativen Unternehmen

Wie gelingt die Umsetzung? Hier stelle ich wesentliche Schritte und Tipps vor, basierend auf eigenen Erfahrungen und Erfolgsstories von Kolleginnen sowie Kollegen, um digitale Materialität in den Arbeitsprozess einzubauen:

  • Erstelle eine eigene, sorgfältig zusammengestellte Sammlung digitaler Materialien. Beginne mit Grundmaterialien (Holz, Keramik, Textilien, Metalle) und erweitere sie durch Varianten oder maßgeschneiderte Experimente, passend zu deinen Projekten.
  • Beziehe Kunden in den Prozess ein: Nutze interaktive Präsentations-Tools, die es erlauben, Materialien in verschiedenen Umgebungen und Lichtverhältnissen zu vergleichen. Das steigert die Kundenzufriedenheit und beschleunigt den Abschluss.
  • Nutze generative KI-Plattformen wie Deptho, die Oberflächen sekundenschnell anpassen und Materialien in Echtzeit personalisieren können. So durchbrichst du das Limit herkömmlicher Kataloge und bringst einen Wow-Effekt in deine Angebote.

Es ist entscheidend zu verstehen, dass das digitale Materialmanagement nicht nur ein technologischer Trend ist, sondern eine neue Schlüsselkompetenz, die zur Abgrenzung im Markt unerlässlich ist. Kunden lieben es, Alternativen so schnell und realistisch zu sehen; aus meiner Erfahrung verdanke ich über 80 % meiner Abschlüsse 2024 der interaktiven digitalen Materialität.

Welche Vorteile bringt digitale Materialität für den Immobilienmarkt?

Makler, Eigentümer und Bauträger profitieren direkt beim Verkauf und der Wertwahrnehmung ihrer Objekte:

  1. Erleichtert die Präsentation unterschiedlicher Ausstattungsstandards und die glaubhafte Erklärung von Preisunterschieden durch konsistente, realistische Bilder.
  2. Ermöglicht digitales Home Staging mit flexiblen Oberflächenwechseln und Stilvarianten, verbessert die Raumwahrnehmung für unterschiedliche Zielgruppen, ohne Umbauten oder Zusatzkosten (klarer Vorteil gegenüber herkömmlichem Staging).
  3. Beschleunigt den Verkauf von Immobilien während der Bauphase, da potenzielle Käufer schon die finale Atmosphäre und Optik erfassen können, auch wenn das Bauprojekt noch nicht gestartet ist.

In meinem Fall konnte ich beobachten, dass Immobilien, für deren Erklärung zuvor Wochen gebraucht wurden, heute in Telefongesprächen von 30 Minuten mit live angepassten digitalen Visualisierungen reserviert werden. Und ich bin nicht allein: Laut National Association of Realtors verkaufen sich professionell digital inszenierte Immobilien 73 % schneller bei durchschnittlich 5 % höherem Verkaufspreis [NAR-Bericht].

Wie werden digitale Materialien erstellt? Ein Leitfaden für Studios, Fachleute und Gründer

Die Erstellung digitaler Materialien wird zunehmend einfacher mit aktuellen Tools, bietet aber weiterhin Raum für kreative Handarbeit. Hier die wichtigsten Schritte zusammengefasst:

  • Wähle ein hochwertiges Foto oder einen Scan des gewünschten Materials (Textil, Holz, Stein etc.).
  • Nutze spezialisierte Bearbeitungssoftware oder Plattformen wie Deptho, um die wichtigsten visuellen Eigenschaften (Farbe, Reflexion, Textur usw.) zu extrahieren und zu interpretieren.
  • Passe das Material in der virtuellen Umgebung an und teste unterschiedliche Lichtquellen, um dessen Realismus und Harmonisierung mit dem Gesamtkonzept zu überprüfen.

Möchtest du deine eigene Bibliothek von Grund auf neu erstellen? Ergänze deine Ressourcen mit Plattformen, die 100 % kostenlose Materialien bieten, oder tausche dich in Communities mit anderen Profis aus. So kann jedes Studio Werte schaffen, einen eigenen Stil entwickeln und sich differenzieren.

Trends und Zukunftsausblick: Augmented Reality, KI und kollaborative virtuelle Materialien

Digitale Materialität entwickelt sich gerade zu immersiven Erfahrungen weiter. Der Kunde schaut nicht nur, sondern erkundet Materialien, Oberflächen und Kombinationen interaktiv – live per Smartphone oder AR-Brille. Einige Studios experimentieren bereits mit Plattformen, auf denen alle Beteiligten zeitgleich und ortsunabhängig am selben virtuellen Modell arbeiten, Materialien bearbeiten und Ergebnisse direkt vergleichen.

Laut dem neuesten Bericht von ArchDaily wird die nächste Phase von einer Verbindung digitaler Materialien, Echtzeit-Umweltdaten und generativer KI geprägt. So lassen sich Alterungsprozesse, Flecken und Abnutzung im Lebenszyklus eines Raumes simulieren – noch bevor gebaut wird.

Fazit und Ausblick: So kannst du bei der digitalen Materialrevolution mitmachen

Die Digitalisierung von Materialien verändert die Spielregeln in Design, Architektur und Immobiliengeschäft nachhaltig. Willst du dich abheben und diese neue Ära mitgestalten? Starte mit Plattformen wie Material Shift von Deptho, erstelle deine erste Visualisierung und lass dich von der Erfahrung überraschen. Die Zukunft ist flexibel, anpassbar und digital – wahre Materialität ist nur einen Klick entfernt.

Möchtest du noch mehr über visuelle Innovation und disruptive Tools in deinem Bereich erfahren? Dann empfehle ich dir, weitere Artikel in unserem Blog zu lesen und neue Strategien zur Optimierung deiner Arbeit zu entdecken.